Zum Inhalt springen
Zahnarzt München Zentrum
Navigation

Schleimhauttransplantation

Geht das Zahnfleisch zurück, liegen die empfindlichen Zahnhälse frei: Die Zähne reagieren schmerzhaft auf Kaltes, Heißes oder Süßes, wirken optisch verlängert – und die freiliegenden Wurzeloberflächen sind deutlich anfälliger für Karies. Mit einer Schleimhauttransplantation, häufig auch Zahnfleischtransplantation genannt, lässt sich verlorenes Zahnfleisch mikrochirurgisch wiederherstellen – für gesunde, geschützte und ästhetisch harmonische Zahnhälse.

Zahnfleischtransplantation in München – Behandlung von Zahnfleischrückgang

Warum Zahnfleisch zurückgeht

Häufige Ursachen sind eine unbehandelte Parodontitis, zu kräftiges Putzen mit harter Bürste, Zähneknirschen, dünnes Zahnfleischgewebe oder Fehlbelastungen einzelner Zähne. Wichtig ist deshalb zunächst die Ursachenklärung: Eine bestehende Entzündung behandeln wir zuerst – damit das Ergebnis der Transplantation von Dauer ist.

Wie die Transplantation funktioniert

Bei dem mikrochirurgischen Eingriff wird ein kleines Stück körpereigenes Gewebe – meist aus dem Gaumen – entnommen und an der zurückgegangenen Stelle eingesetzt. Dort wächst es an und bildet wieder eine stabile, schützende Zahnfleischdecke. Je nach Befund kommen unterschiedliche Techniken zum Einsatz, etwa freie Schleimhauttransplantate oder Bindegewebstransplantate, die besonders unauffällig einheilen. Die Entnahmestelle am Gaumen heilt in der Regel rasch und unkompliziert ab.

Ihre Vorteile

  • Schutz der Zahnhälse: weniger Temperaturempfindlichkeit und ein geringeres Risiko für Wurzelkaries.
  • Stabilität: Eine feste Zahnfleischmanschette schützt Zähne – und auch Implantate – langfristig vor weiterem Gewebeverlust.
  • Ästhetik: Ein harmonischer Zahnfleischverlauf lässt das Lächeln natürlich und gesund wirken.

So läuft die Behandlung ab

Befund und Planung: Wir untersuchen Zahnfleisch und Zahnhalteapparat gründlich, klären die Ursache des Rückgangs und planen den Eingriff individuell.

Der Eingriff: In örtlicher Betäubung – auf Wunsch im Dämmerschlaf – wird das Transplantat entnommen und mit feinsten Nähten präzise an der Empfängerstelle fixiert.

Heilung und Nachsorge: Das Gewebe wächst innerhalb weniger Wochen an. Wir kontrollieren die Einheilung engmaschig und zeigen Ihnen, wie Sie die behandelte Stelle optimal pflegen.

Dank der Spezialisierung von Dr. Kolling, M. Sc. Parodontologie und M. Sc. Oralchirurgie, sind Sie bei diesem feinen mikrochirurgischen Eingriff in besonders erfahrenen Händen.

Nach dem Eingriff – und wie Sie vorbeugen

In den ersten Tagen nach der Transplantation gilt: die behandelte Stelle schonen, weiche Kost bevorzugen, nicht an der Wunde manipulieren und auf Nikotin verzichten – er verschlechtert die Durchblutung und damit die Einheilung. Für die Übergangszeit erhalten Sie von uns genaue Pflegehinweise und bei Bedarf eine sanfte Spüllösung. Damit das Zahnfleisch langfristig stabil bleibt, lohnt der Blick auf die Ursachen: eine weiche Zahnbürste und die richtige Putztechnik ohne Druck, der Schutz vor nächtlichem Knirschen mit einer Aufbissschiene sowie regelmäßige professionelle Zahnreinigungen, die Entzündungen gar nicht erst entstehen lassen.

Welche Technik für welchen Befund?

Bindegewebstransplantate werden unter das vorhandene Zahnfleisch geschoben und eignen sich besonders, wenn freiliegende Wurzeln wieder bedeckt werden sollen – sie heilen farblich nahezu unsichtbar ein und liefern im sichtbaren Bereich die ästhetischsten Ergebnisse. Freie Schleimhauttransplantate werden dagegen offen eingesetzt und kommen vor allem dort zum Einsatz, wo es darum geht, eine zu schmale Zone festen Zahnfleischs zu verbreitern – etwa um Zähne oder Implantate herum. Oft ist auch eine Verdickung von Natur aus dünnen Zahnfleischs sinnvoll, um künftigem Rückgang vorzubeugen. Welche Technik die richtige ist, entscheiden Befund, Lage und Ihr ästhetischer Anspruch – wir erklären Ihnen die Auswahl verständlich am eigenen Befund.

Häufige Fragen zur Transplantation

Tut die Entnahme am Gaumen weh?: Während des Eingriffs nicht – Sie sind zuverlässig betäubt. Danach fühlt sich die Entnahmestelle einige Tage an wie eine kleine Verbrennung am Gaumen; mit den richtigen Pflegehinweisen ist das gut auszuhalten.

Wie lange dauert die Einheilung?: Die Oberfläche heilt meist innerhalb von ein bis zwei Wochen ab, das Transplantat festigt sich über einige Wochen. Den Verlauf kontrollieren wir engmaschig.

Hilft die Transplantation auch bei Implantaten?: Ja – eine ausreichend feste Zahnfleischmanschette ist auch für den langfristigen Erfolg von Implantaten wichtig. Weichgewebsaufbau gehört daher fest zu unserem chirurgischen Spektrum.

Spezialisierte Beratung in München

Zahnfleischrückgang schreitet meist langsam, aber stetig voran – je früher gegengesteuert wird, desto kleiner bleibt der Eingriff. Wenn Sie freiliegende Zahnhälse, empfindliche Zähne oder optisch „länger werdende“ Zähne bei sich beobachten, lassen Sie die Situation einschätzen: In unserer Praxisklinik an der Sendlinger Straße im Zentrum von München untersuchen wir Zahnfleisch und Zahnhalteapparat gründlich und besprechen mit Ihnen, ob und welche mikrochirurgische Behandlung sinnvoll ist. Vereinbaren Sie einfach einen Termin – auch eine zweite Meinung zu einem bereits geplanten Eingriff ist jederzeit möglich.